EU-Kommissare mit Durchblick…

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Es gibt in der EU Experten für jedes Fachgebiet, so auch für den Mobilfunk. In diesem Fall ist es eine Frau mit dem wirklich tollen Namen Viviane Reding. Ich bin interessierter Nutzer, aber keinesfalls Experte auf diesem Gebiet. Trotzdem fallen Ungereimtheiten auf.

Reding: Nun verordnen wir eine Obergrenze von 11 Cent pro SMS im Ausland. Bisher muss ein Deutscher, der auf Mallorca simst, bis zu 60 Cent dafür zahlen, ein Belgier sogar bis zu 80 - statt der im Inland gewohnten 8 bis 10 Cent. Die Kosten rechtfertigen diese hohen Preise nicht mal ansatzweise. Deshalb machen wir jetzt Schluss mit der Abzocke!

Ist mir was entgangen? Der SMS-Preis liegt bei Standardtarifen von T-Mobile bis E-Plus bei fast 20 Cent. Also eher zwischen 10 und 20 Cent. Das Wort Abzocke ist auch zweifelhaft genug.

Reding: Ja, denn auch da wird der Verbraucher kräftig übers Ohr gehauen. Die Telekom-Firmen rechnen nationale Gespräche stets auf die Sekunde genau ab. Wer aber im Ausland telefoniert, muss jede angefangene Minute bezahlen.

Ist mir neu. Sekundenweise Abrechnung ab der ersten Minute gibt es nur bei wenigen Tarifen und oft als Option mit Aufpreis.

Reding: Die kosten im Ausland ein Vermögen. Lädt sich ein Deutscher etwa zwei oder drei SPIEGEL-ONLINE-Artikel aufs Handy, sagen wir ein Megabyte, dann kostet das zu Hause etwa 15 Cent.

Schön wäre es. Der automatisch aktive E-Plus-Tarif “GPRS by Call” veranschlagt 0,006 €/kb, ergo über 6€ pro Megabyte. Selbst der Aufpreis bei einem zusätzlichen MB beim Datentarif sieht 0,50€ pro MB vor.

[...] , denn mit dem BBC-Modell in Großbritannien haben wir gar keine Probleme. Denn bei der BBC gibt es eine sehr transparente Finanzierung.

Na, wenn das das einzige Problem ist…




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