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Jun 29

Es sind die sehr einfachen Darstellungen, die am leichtesten dazu verführen ihnen zu glauben. Es fällt schwer, anschaulichen “Beweisen”, die so einfach gehalten sind, dass sie keine Schnittstellen bieten zu widersprechen. Vor allem natürlich, wenn man in dem Thema, um das es geht nicht bewandert ist. Das trifft leider für ein Großteil der Themen, die uns jeden Tag um die Ohren gehauen werden. Es ist komplex da draussen. . . und mal ehrlich, wir machen uns selten die Mühe gegenzuprüfen.
Dies macht sich jetzt ein fanatischer Antisemit und Kreationist zunutze und veröffentlich einen opulenten Bildband. Prinzip: Alter Knochen auf der einen Seite, neuer Knochen daneben. Keine sichtbare Veränderung, ergo keine Evolution,conclusio: Schöpfung. Für Kinder nicht leicht zu durchschauen. Es gibt zu viel Propaganda auf dieser Welt, und zu viel Geld dafür. Die eine mag uns gefallen, weil es unsere Meinung ist, die andere ist gefährlich, die letzte nur dumm. Es werden zu viele Grenzen überschritten. Das finde ich schade. (Alles dazu: KLICK!)
Gerade heute habe ich gelesen, dass die Lobbygruppe der gemeinsamen Zigarettenindustrie sich aufgelöst hat. Das ist kein Verlust. Die Politik zeigt sich erleichtert und ist froh sie los zu sein. All den anderen Lobbygruppen, die ihnen sympathisch sind, werden Büros Zeit und Arbeit gewidmet. Die Unterscheidung in gute und böse Lobby ist nicht redlich, wenn behauptet werden soll, dass der Politiker sein Mandat ernst nehmen möchte.
Jun 29

Die Telekom nimmt momentan Sicherheitsprobleme gewissenhaft ernst und greift auch zu ungewöhnlichen Maßnahmen.
Einem - eher als unzuverlässig bekanntem - Router ist das Schicksal eines Sicherheitslecks durch eine Fernzugangsmöglichkeit beschieden. Das Problem ist zwar durch Updates behoben, aber nicht alle Geräte sind bereits mit dieser neuen Software versehen.
Da der Angriff nun über Port 8085 läuft, kann jetzt kein T-Online-Nutzer mehr diesen Port nutzen. Congster, der Discount-Ableger der Telekom, aber sperrt nicht. Interessante Lösung, aber nur für die 1. Klasse?
Ich finde es witzig , wie bei Heise zu lesen (KLICK!), bleiben jetzt noch 65533 Ports bis zur absoluten Sicherheit übrig. Schön, dass der Zugang nicht einfach über einen Webserver auf Port 80 konfigurierbar war. 
Jun 27
… ja es gab gestern einen Serverausfall, oder eine Dateninkonsistenz - keine Ahnung was genau. Jetzt tut der Zwischenton aber auf dem Ersatzserver wieder wie neu
Vielen Dank für die Nachrichten, das bedeutet ja, hier liest jemand mit! Super! Danke!
Jun 25

Google möchte den Dienst googlemail.de abschalten, wenn eine Gesetzesänderung zur Vorratsdatenspeicherung in Kraft tritt. Mit der Begründung, dass diese anonyme Mail-Konten verbiete. Tut sie aber nicht. . . Die Vorgabe ist nur die Speicherung der IP-Daten, generell werden nur Daten gespeichert die erhoben werden. Da muss sich Google also keine Gedanken machen, auch wenn ein gewichtiges Wort für den Datenschutz gut tut, wie auch der verwunderte Chaos Computer Club zugibt.
Nächstes Problem ist, dass eine Abschaltung des deutschen Dienstes, einfach nur auf die amerikanische Webseite gmail.com verweisen würde. Das würde dem Dienst wegen des Namens sowieso gut zu Gesichte stehen. die E-Mail-Endung googlemail.de ist etwas lang geraten. Wie schlimm wäre aber dieser Verweis auf den amerikanischen Server? So ziemlich gar nicht.
Google ist bekanntlich ein agiles, erfinungsreiches und intelligentes Unternehmen, dass eigenem Bekunden nach nicht böse sein will und bis zu einem gewissen Grad das Vertrauen großer Teile der Web-Nutzer genießt. Mit der rasanten Expansion und damit auch auftauchenden moralischen Zwickmühlen (China) wird es schwer, sich als Werbemulti auch noch als gut und vor allem lebensnotwendig absolut vertrauenswürdig darzustellen. Ehrlich gesagt kann Google das als börsennotiertes Unternehmen auch nicht ernsthaft garantieren. Mein Lob dafür, dass sie es versuchen. Allerdings fürchte ich, dass dieser Kampf um den Datenschutz in Deutschland nur ein Marketingversuch ist. Google ist ein Unternehmen, und jeder Jurist ahnt es schon, Unternehmen wollen Kohle machen, das ist ihr Zweck. Wenn dabei der Weg über den Versuch vernünftig mit den Menschen umzugehen geht, ist das wirklich toll, aber wenn das schnöde Geld eines Tages davonlaufen sollte, fürchte ich, werden einige Prinzipien zumindest sehr schwer zu halten sein.
Jun 24

Wer sich gestern angemessen unterhalten wollte, hätte mit dem Film 23 eine gute Wahl getroffen. Am 23. Juni 1987 ging eine aufsehenerregende Ermittlung zu Ende und der Hacker Markus Hess ins Netz. Daher noch einmal die Filemempfehlung, wirklich sehr unterhaltsam!
Info in Wikipedia: KLICK!
Natürlich fällt der Zahl 23 eine besondere Bedeutung zu 
Jun 22
… sinngemäß nach Egon Bahr …
Die Süddeutsche Zeitung hat im Moment wirklich interessante Artikel und Meinungen und hebt sich so angenehm von der Standardpresse ab. Daher hier noch ein Artikel zum lesen, der auch “Friedenseinsätze” in Frage stellt. Was können, und was wollen wir leisten.
Jun 21
Süddeutsche Zeitung:
“Wenn der Verfassungsschutz die Maßstäbe und die Kriterien verallgemeinert, die ihn veranlasst haben, die Linkspartei zu beobachten, dann kann er sich künftig “Zentrale Kritik-Registrier- und Beobachtungsstelle” nennen. “
Herausgenommen aus einem sehr schönen Kommentar von Heribert Prantl: KLICK!
Jun 20
Lieber Datenschutz,
das war eine schöne unbeschwerte Zeit mit Dir, es ist so schade, dass Du jetzt schon wieder gehen mußt …
http://www.sueddeutsche.de/,ra11m5/wirtschaft/artikel/597/119452/
Jun 13

… das war die schöne Vision der Unternehmer in und um Second Life. Endlich etwas näher an die bekannten Visionen der Science-Fiction-Romane kommen und eine echte virtuelle Welt entwickeln, in die Nutzer angeblich tage- und wochenlang zu versinken bereit sind. In Online-Rollenspielen soll das nach Erfahrungen guter Freunde von mir tatsächlich Spieler so machen und soziale Kontakte drumherum weitgehend vernachlässigen. Aber wer weiss wie lange und bei jedem neuen Phänomen gleich in die Zukunft hochzurechnen ist, ist eher psychotisch. Da gibt es viele Beispiele für neue Technologien, die in ihrer Nutzung ganz nach dem Motto: “Wenn das jeder täte…” katstrophale oder zumindest unangenehme Folgen haben würden. Meißt regeln das aber die guten alten Regeln von Sitte und Anstand, deren Sanktionierung in Form sozialem Ausschlusses seit Jahrtausenden effektiv, aber eben auch nicht sehr human funktioniert.
Zurück zu Second Life haben sich zum einen die ans Unternehmen gemacht, die virtuelle Waren und Dienstleistungen vom Anrüchigen zum virtuellen Kleidungsstück für virtuelle Dollars verkaufen wollen. Diese Dollars haben natürlich einen realen Gegenwert und sind somit innerhalb der Spielelogik - und wenn niemand betrügt - offizielles, konvertierbares Zahlungsmittel.
Die anderen waren große Unternehmen, die fleißig Filialen (zum Beispiel: Daimler Chrysler) in die virtuelle Welt platzten. Werbung eben.
Wer jetzt aber auf die Idee kam, die Menschen würden dauerhaft für virtuelle T-Shirts, also Bilder von T-Shirts und virtuelles Bier, also der Vorstellung von einem Bier, Geld bezahlen würden, ist mir schleierhaft. Jetzt aber ist die Enttäuschung gross, dass das virtuelle Bier auf Dauer nicht so recht gehen mag. Die Geschmäcker scheinen kompliziert zu sein, und das noch nicht die endgültige Lösung unserer Drogen- und Umweltverschmutzungspobleme. Wie ist eigentlich die Öko-Bilanz der virtuellen Mercedes S-Klasse?
So, ich trinke noch einen virtuellen Kaffee, schwarz, Milch geht nicht, Ökomilch ist in 2nd life nirgends zu bekommen.
Ihr lest bitte den Artikel in der Süddeutschen: KLICK!
Jun 13
Natürlich ist es, sofern wir uns die amerikanische Wahlkampfspendenpraxis anschauen vollkommen lächerlich, in Europa und für Schröder von Prostitution zu sprechen. Ist doch jeder gewählte Repräsentant in Amerika durch seine Spender im Prinzip kaum noch handlungsfrei zu nennen.
Aber diese klaren Worte der Bundesregierung … Liebe Parlamentarier, kommt dem Feuer nicht zu nahe, der Deal mit den Pipelines ist so sauber nicht, dass man sich mit der weissen Weste direkt davorstellen sollte
Bitte in der Sueddeutschen nachlesen: KLICK!
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