Blinde Hunde …

I love my dogs! No Comments »

Der Mensch ist manchmal ein eigenartiges Tier, sobald er sich einen Hund zulegt, verlangt er von dem mehr, als er sich selbst abverlangt. In den meißten Ratgebern findet sich die Faustregel, dass der Hund dann nicht zu dick sei, wenn die Rippen fühlbar aber nicht auffällig sichtbar seien. Sind sie das nicht mehr, heißt das Diätfutter kaufen, oder rationieren. Klar, dass Hunde ebenso wie Menschen nicht von einer ordentlichen Wampe profitieren, aber ich würde meinen Hausarzt auslachen, wenn er ein ähnliches Schlankheitsideal von mir verlangen würde.

Natürlich müssen Hunde immer hören, und Fehler machen ist wirklich nicht erlaubt - so konsequent sollten mal die Eltern der kleinen Plagen sein, die hier immer Fußball gegen die Hauswände spielen ;-)

Im Spiegel findet sich aktuell ein schöner Artikel über einen blinden Hund, deren Besitzerin immer wieder zu hören bekommt, dass er eingeschläfert werden sollte. Allerdings ist Balou Begleithund und kommt somit mehr als gut zurecht, und ganz ehrlich, wer einmal mit Hunden zu tun hatte, weiss, dass ihre Augen nicht die Sinnesorgane sind, die unersetzbar wären.

Ich würde viele Hundebesitzer gerne bitten, die Ideologie aus der Hundehaltung zu verbannen. Der domestizierte Hunde ist weder dem Wolf sehr ähnlich (und sollte ähnlich ernährt/erzogen werden, wie im Rudel), das zeigt sich schon in einem bildlichen Vergleich Wolf vs. Pudel.

Mein Golden Retriever kann auch ebenso wenig zu allen fremden Hunden geschickt werden, mit dem lauten Ruf: “Der tut nichts!”, bei aller Liebe, von der Sympathie zwischen Hunden verstehen Menschen noch weniger, als von der zwischen Menschen.

Noch muss der Hund ununterbrochen an den Besitzer herangezogen werden, bis er Streicheln höchstens noch als Strafe empfinden kann.
Statt sich also immer extrem zu entscheiden, glaube ich, dass Hundebesitzer besser mit ein wenig Verständnis zum Ziel des treuen Begleiters kommen. Einfach mal mit dem Hund denken, und nicht voraussetzen, dass wir so verdammt schlau wären.

“Die Anstalt” von John Katzenbach

Literatur No Comments »

Der Todesengel ist es, der John Petrell schließlich nach Jahren aus der Anstalt befreit, sie wird wegen einer myteriösen Mordserie geschlossen. Er wurde zwangsweise eingewiesen, und mußte sich nicht nur in der neuen Situation und den Überlebensregeln dieses Mikrokosmos zurechtfinden, sondern auch zusehen, dass er diese Mordserie überlebt. Zusammen mit einer Ermittlerin, die schließlich in die Klinik eingeschleust wird und anderen Helfern kommt er der Bedrohung gefährlich nahe. Er berichtet in einem Grenzgang zu seinem Unterbewußtsein aus der Perspektive seiner (Wahn)vorstellungen.

John Katzenbach erzählt packend, und aus dieser Erzählperspektive ist es ausgesprochen nervenaufreibend. Inspiriert ist er von der Anstalt, in der sein Bruder zeitlebens Patient war. Sein Versprechen, aus ihm einen Romanhelden zu machen, hat er damit erfüllt. Also auch noch eine interessante Geschichte hinter der Geschichte. Schön ist es auch, dass er seine sonst mir zu Standard-amerikanisch gehaltene Grundgeschichte (aus “Das Opfer”, “Der Patient”) hier verlassen hat.

Von mir auf jeden Fall eine volle Empfehlung, ich konnte es nicht beiseite legen, und habe auf viel Schlaf für die Auflösung verzichtet! Für den Hörbuch-Fan gibt es auch eine gute Hörfassung, das Buch liest sich aber “gut weg”.

Ubuntu 7.04 ist da (Teil 3)

Allgemeines 1 Comment »

Der nächste Versuch ist erfolgreich, das neue Ubuntu, auf das auch Michael Dell setzt läuft jetzt auch bei mir erfolreich. Alles sieht in etwa so aus, wie gewohnt. Neue Open-Office und andere Programmversionen sind erwartungsgemäß dabei. Einige Sprachpakete und Erweiterungen kann ich aber wegen der momentan stark beanspruchten Installationsquellen nicht testen.

Bei unbekannten Medienquellen versucht jetzt ein eigener Installationsassistent die passenden Codecs und Abspielprogramme zu installieren, das klappt auch ganz gut. Etwas schade, dass der Browser - und damit verschiedene Internet-Streams und Formate - nicht in diese Prüfung miteinbezogen werden können, bzw. Firefox hier etwas besser auf Linux-Pakete, wie es in Windows üblich ist, reagiert.

Ansonsten kann ich erst einmal sagen, es funktioniert und das auch sehr schnell - noch immer deutlich schneller als Opensuse 10.2, bei dem mir aber die Einrichtung für Scanner, Maildienst etc. momentan besser gefällt.

Besonders angetan bin ich, wie bisher, von der aufgeräumten Menüstruktur und der gut sortierten Auswahl an Programmen. Es fällt sehr leicht sich zurechtzufinden und alle alltäglichen Aufgaben sind mit dieser Auswahl einfach zu verrichten. Als Ipod-Nutzer fehlt mir hier aber ein passendes Programm, Banshee fehlt einfach.
3d-beschleunigte Effekte sind nur in einer Vorabansicht zu bewundern - ich bin bisher aufgrund mangelnder 3d-Beschleunigung nicht dazu gekommen es zu testen. Allerdings funktionieren diese in anderen Distributionen auch eher Beta-würdig und sind mir zudem reichlich unwichtig.

Ubuntu 7.04 (Feisty Fawn) ist auf jeden Fall eine gelungene Fortsetzung, bietet aber nur dezente Verbesserungen auf den ersten Blick, den zweiten habe ich auch noch nicht darauf werfen können.

Ubuntu 7.04 ist da (Teil 2)

Linux, Ubuntu 1 Comment »

… und schon wieder weg …

Nach einem Neustart präsentiert sich Ubuntu im nur wenig verändertem Design. Ein neuer Assistent für geschützte Treiber, den ich sofort entdeckt habe, verspricht die Einrichtung meiner Grafikkarte. Ein kurzer Neu … Bis zum Start bin ich nicht mehr gekommen, das System ist sofort und abschließend abgesoffen, jetzt über die Rettungskonsole herumzufrickeln - bzw. einfach die xorg-config zu ändern ist mir aber zu aufwendig, sodass ich mich für einen neuen Versuch entscheide und neu installiere. Dann installiere ich vorher die Updates und warte mit der 3d-Unterstützung ein wenig …

- Ende Teil 2 -

Ubuntu 7.04 ist da (Teil 1)

Linux, Ubuntu 1 Comment »

Pünktlich ist heute die aktuelle Version der Linux Distribution Ubuntu erschienen, die ich mir auch direkt als CD-Image (i386) heruntergeladen habe. Schnell auf eine CD gepackt und auf meinem Test-System (ASUS Notebook) installiert.

Dieses Mal kommt wieder der grafische Installationsassistent zum Einsatz, es wird also zunächst ein komplettes Live-Ubuntu von der CD gestartet, sodass ich hier schon an meinem Beitrag tippen kann, während das System installiert wird. Neu ist, dass die WPA-Unterstützung für drahtlose Netzwerke jetzt dank Network-Manager schon im Livesystem grafisch funktioniert (Netzwerk wählen, und Passwort eintragen), optisch ist zunächst alles gleich geblieben.

Die Installation startet auch gewohnt verständlich, aber mit lückenhafter deutscher Übersetzung, zum Beispiel der Partitionsmanager ist nur in Teilen übersetzt. Da es relativ viele Nutzer gibt, die schlecht Englisch sprechen, stört es mich ein wenig, dass nicht wenigstens die Installationsroutine durchgängig in der jeweiligen Landessprache gehalten ist. Die Partitionierung ist etwas vereinfacht worden, und es führen jetzt noch weniger Klicks zur gewünschten Zielpartition.

Neu ist, dass Benutzerkonten von Windows XP und anderen Linux-Installationen direkt und automatisch migriert werden können. Dazu werden evt. vorhandene Benutzerkonten ausgewählt und in einen beliebigen neuen Benutzer kopiert werden. Das wird vermutlich nur die obligatorischen Datenverzeichnisse (z.B. Eigene Dateien) betreffen, zumindest sollte dies nicht als vollständige Sicherung begriffen werden. Es vereinfacht für EInsteiger aber den Umstieg eventuell, verwirrend können dann bei parallelen Betrieb der Betriebssysteme aber verschiedene Versionen der Datenbestände sein.

- Ende Teil 1 -

Designed by NattyWP Wordpress Themes.
Images by desEXign.