H?rbuch: “Bella Ciao” von Doris Gercke. Gelesen von Hannelore Hoger

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Hannelore Hoger liest Bella Ciao

Bella Block ist die vielfach bekannte Fernseh-Kommisarin, gespielt von Hannelore Hoger, die daf?r einen Grimme-Preis bekommen hat. Die Komissarin zeichnet sich durch eine ruhige Tiefgr?ndigkeit aus, gefestigt und doch immer im Rahmen ihrer Ermittlungen wankend und ihr Weltbild neu aufbauend. Es ist eine angenehm literarisch angelegte Figur, die sich f?r meinen Geschmack sehr wohltuend vom realen Polizeialltag, oder was man daf?r h?lt, unterscheidet. Reality TV gibt es ohnehin mehr als genug.

In diesem H?rbuch, das von Hannelore Hoger meisterlich gelesen wird (hier empfehle ich auch “Vergi?’ nie, dass ich dich liebe” von Elizabeth George als Brigitte H?rbuch) geht es um die Figur Bella Block, die inzwischen aus der Polizeiarbeit ausgestiegen ist und ihren Lebensunterhalt mit privaten Ermittlungen bestreitet. Dabei st??t sie heftig und schmerzlich auf neue Methoden, die sich in Hamburg unter einem rechten Innensenator in der Polizei durchgesetzt haben und der H?rer erh?lt einen tiefen Einblick in eine weitergedachte Bella Block. Ich kenne nicht alle Folgen von Bella, finde aber diese in die Zukunft gedachte Entwicklung ?berzeugend.
Eine Frau taucht bei ihr auf und verlangt Personenschutz, f?r den sich die ehemalige Komissarin nicht interessiert. Kurz darauf wird sie tot aufgefunden und Bella gelangt mit der Entscheidung, dieser Frau etwas schuldig zu sein, tief in einen Strudel aus Vergangenheit und alte und neuer Law-And-Order-Politik, aus dem ein Entkommen fast unm?glich scheint. Je bedr?ngter Bella wird, desto mehr erf?hrt der H?rer ?ber Bella und ihre Abgr?nde. Oder vielleicht werden wir auch mit etwas konfrontiert, was ich mal neue Moral nenne. Meiner Wahrnehmung nach, gibt es immer gr??ere Tendenzen, eine Moralit?t der Gesellschaft zu etablieren, die nur vorgeschoben ist und mit dem tats?chlichen Leben der Menschen wenig zu tun hat. Oder, um es mit Oscar Wilde zu sagen “Moral ist eine Pose, wir wenden sie gegen Leute an, die uns unangenehm sind”.

Bella findet eine Gruppe Jugendliche, die aus pers?nlichem Hass auf Nazi-Seilschaften versuchen, auch mit Gewalt, in Deutschland Kriegstreiberei zu verhindern. Und ger?t in den alten Konflikt, wie tiefe ?berzeugungen durchgesetzt werden k?nnen und ob ein Plan gelingen muss, um ein Erfolg zu sein.
Hier ein kleiner Kritikpunkt, das Bild von Jugendlichen/jungen Erwachsenen scheint mir etwas altbacken und vielleicht gepr?gt von den 70′er Jahren. Aber da kann ich auch gut falsch liegen ;-)

Auf jeden Fall eine ausgesprochen angenehme und spannende Unterhaltung.

Ist, wie ich gerade sehe, gerade nicht mehr erh?ltlich, aber eine Neuauflage kommt demn?chst. Bei Audible.de kann man sich den Titel auch herunterladen.

Stoiber fordert h?here Strafen f?r Gottesl?sterung

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Hier nachlesen: KLICK

Der bayrische Ministerpr?sident Edmund Stoiber hat unser Leben wieder einmal mit einem Vorsto?, der zu Zeiten hoher Arbeitslosigkeit nun wirklich nicht dringlicher sein k?nnte, bereichert.

Lieber Edmund, das ist doch nicht n?tig, jetzt im dritten Lebensalter noch mit dem Brecheisen einen Weg ins Paradies zu suchen. Gott verzeiht, oder?

Ubuntu 6.06

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Nachdem das neue Ubuntu brandneu in seiner endg?ltigen Fassung und sogar mit LTS (Long Time Support) zur Verf?gung steht, hier auch meine ersten Erfahrungen. Nat?rlich getippt mit Firefox auf Ubuntu Linux.

Herunterladen geht wie immer supereinfach und durch die Beschr?nkung auf eine Installations-CD auch entsprechend z?gig. F?r alle Nutzer ohne DSL oder sonstige schnelle Anbindung an das Internet k?nnen auf der Ubuntu-Webseite auch kostenlose CDs bestellt werden. Dieser Service dauert aber erfahrungsgem?? sehr lange, und alle CDs sollten anschlie?end auch verteilt werden. In kleinen St?ckzahlen kann ich bestimmt auch eine Kopie organisieren, wer es braucht meldet sich einfach bei mir.

Die Installation verl?uft nicht mehr im Textmodus, sondern im Grafikmodus. Das Ubuntu-Team setzt hierf?r jetzt eine Live-Version ein, die dann zus?tzlich die Option zum installieren bietet. Das Modul ist daher optisch sehr ansprechend. Ich habe mein Notebook mit dem neuen System versorgt, die etwas schwierige Konfiguration mit der mobilen ATI X700 Grafikkarte verhindert dabei eine Anzeige im normalen Modus, die Auswahl einer “sicheren” Grafikumgebung im Startmen? verhilft zum Erolg.

Auswahlm?glichkeiten bei der Installation sind auf ein Minimum reduziert, alle Optionen k?nnen eigentlich auch g?nstiger im fertig installierten System angepa?t werden. Neu ist auch der grafische Partitionsmanager, der eine sehr gelungene ?bersicht ?ber alle eingebundenen Festplatten und deren Partitionen bietet. Hier f?llt es eigentlich leicht den richtigen Platz f?r sein Linux zu finden.

Die weitere Installation erfolgt problemlos, nach dem ersten Neustart stellt sich das von Ubuntu gewohnte Gnome in nur leicht ?berarbeiteter Optik dar. Die Aufl?sung wurde auf 1024×768, also eine f?r mein WXGA-Display eher ung?nstige voreingestellt. Eine Anpassung mi?lingt ohne den passenden propriet?ren ATI-Treiber. Hier kommt dann die M?glichkeit ins Spiel zus?tzliche Installationsquellen f?r solche optionalen Pakete (Programme) auch grafisch einzurichten. Die wichtigen Quellen sind bereits eingebunden und m?ssen nur noch mit einem Klick aktiviert werden (System - Systemverwaltung - Software Eigenschaften)
Die Treiber installieren sich dann ?ber die bekannte und bew?hrte Paketverwaltung (oder apt-get) einwandfrei und stehen nach einem Neustart auch mit 3d-Unterst?tzung zur Verf?gung. Allerdings immer noch nur in niedrige Aufl?sung. Meine Versuche die xorg.conf zu modifizieren schlugen fehlt, erst ein Umweg verbesserte die Anzeige. Erst einmal mit dem Standardtreiber die gew?nschten Aufl?sungen aktivieren, und dann erst den ATI-Treiber installieren und eintragen. (Fragen hierzu beantworte ich gerne). Geschafft, der ganze Rest funktioniert sehr schnell und gut.

Die gewohnten Anwendungen sind mit dabei, subjektiv ist das neue Ubuntu schneller und deutlich stabiler als mein Versuch mit Opensuse 10.1. Alle wichtigen Pakete sind ?ber zus?tzliche Installationsquellen nutzbar. Der Haken, auch hier nur mit ordentlicher Internet-Anbindung. Aber auch in der Basisinstallation ist ein Standardsystem f?rs gelegentlich Internet und Office-Anwendungen vorhanden.

Neu ist auch eine besseren Einbindung aller vorhandenen Partitionen ins System (durch den entsprechenden fstab-Eintrag), hierdurch ist das System auch wirklich arbeitsbereit. Verbindungen zu Windows-Freigaben sind unproblematisch, auch NTFS-Dateisysteme k?nnen nach wie vor gelesen (aber nicht beschrieben) werden, fat32 dann auch mit Schreibsupport.

Insgesamt ein prima System zum EInstieg, aber auch f?r den erfahrenen Anwender. Richtige Linux-Fans haben nat?rlich ganz andere Ideen und Vorstellungen, f?r mich pers?nlich ist eine schnelle und einfach ?berschaubare Konfiguration wichtig. Hier war ich zuletzt vom neuen Paketmanager aus Opensuse entt?uscht, der sich sofort “verschluckt” zu haben schien, nachdem ich neue Paketquellen genutzt hatte. Eregebnis, die Update-Verwaltung war im Prinzip unnutzbar.
Optik und Usability sind durch Gnome und KDE universell anpa?bar, wobei ich trotz eingeschr?nkter M?glichkeiten ganz ordentlich mit dem Standard Gnome zurecht komme. Die Geschwindigkeit entsch?digt f?r alles ;-)

Dann jetzt einfach mal viel Spass beim Herunterladen uns Ausprobieren. (Info an Michael, Ndiswrapper ist nat?rlich dabei, WEP wird unterst?tzt, WPA muss ?ber den WPA-Supplicant etwas umst?ndlich eingerichtet werden)

Ubuntu hei?t Menschlichkeit… 6.06 - Dapper Drake

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