23

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Wer sich gestern angemessen unterhalten wollte, hätte mit dem Film 23 eine gute Wahl getroffen. Am 23. Juni 1987 ging eine aufsehenerregende Ermittlung zu Ende und der Hacker Markus Hess ins Netz. Daher noch einmal die Filemempfehlung, wirklich sehr unterhaltsam!

Info in Wikipedia: KLICK!

Natürlich fällt der Zahl 23 eine besondere Bedeutung zu :-)

Alt, neu, geliehen und blau

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Katrine liebt Jonas, ihre Schwester Mette wiederum Thomsen, der vor einiger Zeit nach Afrika abgehauen ist. Er geht ohne Erkl?rungen, sie fl?chtet sich in Musik, die sie mithilfe eines Discmans jederzeit in eine beruhigende Welt retten kann. Dann tritt die Band nur f?r sie auf … ?berall, ob ihm Kleiderschrank oder Auto. Leider nennt man so eine Flucht Depression, sie ist daher in einer geschlossenen Anstalt.

Katrine m?chte es allen Recht machen und keinem weh tun, und das geht schief. Die mei?ten von uns haben das wohl wie den verbrannten Finger an Feuer oder Herdplatte schon selbst erfahren. Sie traut sich immer wieder hilflos, sympathisch und auch lustig nicht. Nicht, Mette von der bevorstehenden Hochzeit zu erz?hlen, zu der sie nicht kommen darf, nicht Thomsen reinen Wein einzuschenken oder ihrem zuk?nftigen gegen?ber ehrlich zu sein.

Auf jeden Fall ist Thomsen pl?tzlich wieder da, und eine Nacht voller Wodka und Musik k?ndigen das Chaos an, das in einer turbulenten und komischen Jagd nach den klassichen Utensilien (etwas blauem, etwas altem, etwas geliehenem und etwas neuem) gipfelt. Katrine trau dich! Eine typisch d?nische Tragikkom?die, die ich w?rmstens empfehlen kann. Und falls jemand den Soundtrack findet … bitte Bescheid sagen!

Mathilde

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Der Film kam vor ein paar Jahren in die Kinos (Klick) und hat mich eigentlich nur wegen Audrey Tautou ins Kino gelockt, meine Erwartungen aber bei weitem ?bertroffen.

“Am Samstag, den 6. Januar 1917 wurden f?nf zum Tode verurteilte Soldaten an die Somme Front gebracht. Der erste, einst abenteuerlustig und fr?hlich trug um seinen Hals die Erkennungsmarke Nr 2124 eines Rekrutierungsb?ros an der Seine. Seine Stiefel hatte er einem deutschen abgenommen. Vor seinem Leben als 2124 war Bastoche in eine h?bsche rootharige verschossen …”

Es ist interessant, wie verschieden Filme in unterschiedlichen L?ndern gelingen oder angelegt sind. Liebe und Sex sind zum Beispiel in Deutschland oftmals als ohnm?chtige Geilheit, in Amerika andererseits als das rie??ge Gef?hle dargestellt. In Mathilde gelingt es Jean-Pierre Jeunet wieder einmal, den Eindruck zu vermitteln, er habe einfach die Kamera auf etwas echtes, einfaches und daher so gro?artiges halten k?nnen.

Im Original hei?t der Film in etwa “Die lange Verlobung”, der Film wurde also schon im deutschen Titel auf die Hauptfigur ( und -darstellerin Tautou) konzentriert. Mathilde ein M?dchen aus der franz?sischen Provinz ist verliebt, in Manech, der an die Front abkommandiert wird und dort zum Tode verurteilt wird. Der einzige Weg aus dem Alptraum war f?r viele die Selbstzerst?mmelung, die aber leider nicht nach Hause, sondern zum Todesurteil f?hrte. Manech ist zu dieser Zeit schon wahnsinnig geworden, ruhig, in sich gezogen, aber der Realtit?t weit entr?ckt. Er freut sich, dass die Hinrichtung bald sein wird, und er danach zu seiner Verlobten zur?ck darf. Die Verurteilten sollen zwischen die Fronten getrieben werden.

Manec ist vermi?t, und Mathilde erh?lt schlie?lich die Information, dass er zu einem Frontlager zur Exekution gebracht wurde. Sie aber, die durch eine Kinderl?hmung (gegen die nicht einmal Aufg?sse aus vierbl?ttrigen Kleebl?ttern geholfen haben) ein Bein nachzieht, gibt ihn nicht auf, solange keiner berichten kann, den Toten mit eigenen Augen gesehen zu haben. Eine Suche durch die Vergangenheit und die Geschehnisse in diesem wahnisnnigen Weltkrieg beginnt. Figuren werden gezeichnet und ich glaube nur Jeunet schafft es so viele Figuren detailiert einzuf?hren, dass man sie wirklich kennt und nicht den ?berblick verliert. Seien es Mathilde, die Hure des Korsen, oder der Marder.
Es gibt ein gleichnamiges Buch auf dem der Film basiert und das - wie ?blich - inhaltlich andere Schwerpunkte setzt. Trotzdem ist die Filmgeschichte gut aus dem Buch exzerpiert. Eine neue, faszinierende, spannende Geschichte mit wundersch?nen Bildern ist herausgekommen. Viel Spass, beim schauen, und wer nicht genug bekommt, das Buch ist sehr lesenswert.
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